Zitieren und übliche Zitierweisen

» Zuletzt aktualisiert: Do, 04/29/2010 - 14:10 | Eingetragen: Di, 08/18/2009 - 08:51

Überblick

1. Direktes / Wörtliches Zitat

2. Indirektes Zitat / Paraphrase

3. Zitierweisen

 3.1 Monographien

 3.2 Einzelbeiträge

 3.3 Eigener Zitierstil

 3.4 Quellenzitate

 3.5 Kurzzitate

4. Literaturverzeichnis

5. Lektüreempfehlung


Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten aus der Literatur zu zitieren:

1. Direktes/Wörtliches Zitat

  • Wird durch Anführungszeichen („“)eingeleitet und beendet.
  • Folgt buchstabengenau dem Vorbild
  • Wird das Zitat grammatikalisch an einen Satz angepasst, werden alle Änderungen in [] angegeben
  • Wird innerhalb eines Zitates etwas weggelassen, wird dies mit […] gekennzeichnet
  • Fällt im Zitat ein Rechtschreibfehler auf, so darf er nicht korrigiert werden, kann aber durch ein [sic!] gekennzeichnet werden
  • Die Verweise auf Fußnoten werden nach einem Satzzeichen/Anführungszeichen (!.?,;) eingefügt. Dann bezieht sich die Fußnote auf den vorhergehenden Satz/Abschnitt.

        Beispiel: Der Kaiser war tot.12

                    um über den Weg zu gehen,13 war Vorsicht nötig.

  • Möchte man einzelne Begriffe erläutern, setzt man die Fußnote unmittelbar danach. Dann bezieht sich diese auf da unmittelbar vorhergehende Wort.

        Beispiel: Der Kaiser12 war tot.

  • Anführungszeichen sind für Zitate reserviert. Daher übernehmen einfache Anführungszeichen (‚ ’) deren Funktionen z.B. etwas als eingeschränkt (an)erkannt hervorzuheben.

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2. Indirektes Zitat/Paraphrase

  • Muss sich nicht an den genauen Wortlaut halten, sondern lediglich den Inhalt des Vorbildes wiedergeben (indirekte Rede!)
  • Eignet sich besonders, um längere Abschnitte zusammenzufassen, oder zu pointieren
  • Verweise auf die Fußnote werden immer nach dem Satzzeichen eingefügt. Vgl. auch Artikel Fußnoten
  • In der Fußnote wird vor dem Nachweis ein Vgl. eingefügt

 

Für die Nachweise sind verschiedene Zitierweisen möglich. Auch innerhalb des Historischen Seminars wird unterschiedlich zitiert. Die wichtigsten Kriterien innerhalb einer Arbeit sind deshalb Einheitlichkeit und Vollständigkeit.

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3. Zitierweisen

Generell wird zwischen Monographien und Einzelbeiträgen unterschieden.

3.1 Monographien

Monographien folgen grundlegend dem Schema:

 

Autor, Titel, Ort Jahr.

Gegebenenfalls kann dies noch durch die Angabe eines Reihentitels und der Bandzahl ergänzt werden (in der Regel in Klammern)

 

Ein Vorschlag zu einer konkreten Zitierweise findet sich bei den Gattungen. Zum Artikel Literaturgattungen

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3.2 Einzelbeiträge

Einzelbeiträge können Artikel in Zeitschriften, Sammelbänden, Lexika, Fest- oder Akademieschriften sein. Sie folgen dabei dem Schema:

 

Autor, Titel, in: (Zeitschrift, Autor, Titel d. Sammelbandes, ) Jahr, Seitenangaben.

Ein Vorschlag zu einer konkreten Zitierweise findet sich bei den Gattungen. Zum Artikel Literaturgattungen

 

Die Titel von Zeitschriften, Reihen und Lexika werden häufig abgekürzt. Die Abkürzungen folgen in der Regel wichtigen Standardwerken, wie zum Beispiel den Zeitschriften „Deutsches Archiv zu Erforschung des Mittelalters“ (DA) oder der Historischen Zeitschrift (HZ), aber auch Lexika und Bibliographien wie dem Neuen Pauly und der Année Philologique. Zu den Abkürzungen des Deutschen Archivs

 

Für weitere, konkrete Beispiele, sei auf die Einführungen verwiesen. Sinnvoll ist es auch, den Dozenten nach Vorgaben zu fragen, bzw. in dessen Publikationen nachzusehen, wie er/sie es selbst hält.

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3.3 Eigener Zitierstil

Aufgrund dieser Unterschiede macht es in der Regel Sinn, sich auf eine Zitierweise selbst festzulegen. Dies muss selbstverständlich den Kriterien der Einheitlichkeit und der Vollständigkeit genügen, kann aber auch unter dem Gesichtspunkt der Übersichtlichkeit optimiert werden (z.B. durch hervorheben der Nachnamen durch Kapitälchen).

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3.4 Quellenzitate

Quellenzitate können ebenso auf zweierlei Art aufgeführt werden, entweder anhand der inneren, oder anhand der äußeren Zitation, also den Angaben der verwendeten Edition.

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3.5 Kurzzitate

Nach der ersten, vollständigen Nennung, werden Titel in den Fußnoten in der Regel als Kurzzitat aufgeführt. Diese folgen in der Regel der Form:

 

Nachname des Autor, eindeutiges Stichwort aus dem Titel, S.XXX.

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4. Literaturverzeichnis

Im Literaturverzeichnis werden jedoch stets die vollständigen Titel, also Quellen auch mit der verwendeten Edition aufgeführt.

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5. Lektüreempfehlung

  • Blum, Hartmut; Wolters, Reinhard: Alte Geschichte studieren, Konstanz 2006 (UTB Basics 2747).
  • Hartmann, Martina: Mittelalterliche Geschichte studieren, Konstanz ²2007 (UTB Basics 2575).
  • Wolbring, Barbara: Neuere Geschichte studieren, Konstanz 2006 (UTB Basics 2834).
  • Freytag, Nils; Piereth, Wolfgang: Kursbuch Geschichte. Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten, Paderborn u.a. 2004.
  • Jordan, Stefan: Einführung in das Geschichtsstudium, Stuttgart 2005.

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