Bibliographieren

» Zuletzt aktualisiert: Mo, 09/13/2010 - 12:24 | Eingetragen: Mi, 11/11/2009 - 10:42

Überblick

1. Grundsätze des Bibliographierens

2. Pragmatisches Bibliographieren

3. Systematisches Bibliographieren

3.1 Bibliographietypen

4 Wichtige Bibliographien

4.1 Alte Geschichte

4.2 Mittelalterliche Geschichte

4.3 Neuere Geschichte und Zeitgeschichte


 

Bibliographieren dient der Erfassung der bisher erschienenen Literatur zu einem bestimmten Thema (z.B. für Referate und Hausarbeiten).

1. Grundsätze des Bibliographierens

  • Eine Bibliographie wird nie vollständig sein. Um dennoch diesem Ziel möglichst nahe zu kommen, sollte man alle Hilfsmittel, die zur Verfügung stehen, auch einsetzen.
  • Vor dem Bibliographieren sollte man sich zunächst mittels einschlägiger Literatur über das Thema gut informieren, um dann gezielter und genauer suchen zu können.
  • Benutzt man eine Bibliographie, muss man sich immer zuerst mit dem System der jeweiligen Bibliographie vertraut machen. Die meisten Bibliographien gliedern sich in Sachgebiete und Epochen
  • Gefundene Titel immer sofort in der eigenen Bibliographie vermerken! Dabei möglichst gleich nach der vorgegebenen Zitierweise notieren (einheitlich!)

zur Übersicht

2. Pragmatisches Bibliographieren

  • Einen ersten Überblick kann der Bibliothekskatalog (Opac) bieten. In diesem sind hauptsächlich Monographien, aber sehr selten auch Aufsätze erfasst. Das Suchergebnis dieser Methode hängt sehr vom Bestand der jeweiligen Bibliothek ab. Achtung: Befund bleibt noch sehr lückenhaft vgl. auch Artikel Literaturrecherche
  • Die Literaturrecherche im Internet hat den Vorteil, dass man anhand mehrerer Bibliothekskataloge (oder Verbundkataloge) zu mehr Suchergebnissen kommen kann. Teilweise lassen sich mit bestimmten Suchmaschinen auch Aufsätze finden. Je nach verwendeter Datenbank kann dies auch schon zum systematischen Bibliographieren gerechnet werden.
  • Eine weitere Möglichkeit bieten Literaturverzeichnisse neuerer Forschungen (Monographien und Aufsätze) zu einem Thema.
  • Es empfiehlt sich, immer von den neuesten Erscheinungen an rückwärts zu bibliographieren, da deren Literaturverzeichnisse meist einen guten Überblick über die bisherige Forschung geben und somit einem viel Arbeit erleichtern.
  • Diese Vorgehensweise wird auch Schneeballsystem genannt.

zur Übersicht

 

3. Systematisches Bibliographieren

  • Um zu einer nahezu vollständigen Bibliographie zu kommen, ist der Blick in eigens dafür erstellte Bibliographien (zu bestimmten Themen) unabdingbar.
  • Das systematische Bibliographieren versucht eine größere Vollständigkeit der erschienenen Literatur zu einem Thema durch Hinzuziehen der großen Bibliographien zu erreichen vgl. Artikel Literaturgattungen

zur Übersicht

3.1 Bibliographietypen

  • Allgemeine Bibliographien: Veröffentlichungen aller Fachgebiete (meist Nationalbibliographien)
  • Fachspezifische Bibliographien: Veröffentlichungen eines Fachgebietes (z.B. Geschichtswissenschaft)
  • Spezialbibliographien: Veröffentlichungen zu bestimmten Epochen, Themen, Landschaften etc.
  • Rezensionsteil einschlägiger Zeitschriften: Er kann ebenfalls weiterhelfen und bietet zugleich die Besprechung des Buches, Aufsatzes. Zum Teil sind Rezensionen ebenfalls in Bibliographien verzeichnet.

zur Übersicht

4. Wichtige Bibliographien

1. Alte Geschichte

  • L'Année Philologique → „Die Année“ ist die vollständigste Bibliographie für alle Altertumswissenschaft. Sie ist auch als Onlineversion über die Homepage der UB zugänglich.

 

2. Mittelalterliche Geschichte

  • Medioevo Latino (ML). Bolletino bibliographico della cultura europea dal secolo VI al XIII, hg. Von Claudio Leonardi, seit 1980 (jährlich). à ausführlichste Mittelalterbibliographie mit besonders leichtem Zugang zu ma. Autoren. [auch auf CD-Rom]
  • International Medieval Bibliography  (IMB), seit 1967 (jährlich) [auch auf CD-Rom]
  • Revue d’histoire ecclésiastique (RHE), seit 1900 (jährlich), für die ma. Geschichte ist der ausführliche, kirchengeschichtlich orientierte Teil der Zeitschrift besonders wichtig.
  • Cahiers de civilisation médiévale (CCM), seit 1958 (jährlich).
  • Deutsches Archiv zur Erforschung des Mittelalters (DA), der ausführliche Teil mit Rezensionen ist hier von großer Bedeutung. → auch im Internet zugänglich, über: www.digizeitschriften.de bzw. den OPAC der MGH

3. Neuere Geschichte und Zeitgeschichte